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Bild (NÖKU): LTNÖ

Steilwand


Beschreibung

Alex, ein junger Vater, erzählt von seinem privaten Familien­glück, den alljährlichen Urlaubswochen in Südfrankreich, von einem idyllischen Sommertag. Schwimmen im Meer, Tauchen zu den Unterwasser­-Klippen an der Steilwand, Sonnenbaden am Strand. Völlige Harmonie – bis das Ent­setzliche passiert und eine kleine Unachtsamkeit Alex’ Le­ben für immer erschüttert. Simon Stephens’ Sprache ist analytisch und kühl, doch die­se Unvermitteltheit erzeugt einen unglaublich heftigen, poe­tischen Sog. Je näher Alex mit seiner Erzählung an die Stel­le des Unglücks kommt, desto weniger kann man sich der Geschichte entziehen. Genauso wie die Erzählerfigur folgt man unwillkürlich dem Blick in den eigenen Seelen­-Ab­grund. Modellhaft tritt in „Steilwand“ das unfassbare Ereig­nis ein, das die blitzsaubere Fassade eines offensichtlich glückhaften Daseins jäh einstürzen lässt. Simon Stephens, einer der wichtigsten britischen Dramatiker der Gegenwart und vielfach ausgezeichnet, stellt in „Steilwand“ die univer­sale Frage nach Schuld und Erlösung.
Tim Breyvogel, seit 2016 Ensemblemitglied am Landestheater Niederösterreich und zuletzt als Protagonist in „Hamlet“ und ab Herbst in „Christoph Kolumbus“ zu sehen, bringt den dichten Monolog nicht nur schauspielerisch, sondern mit einem rhythmisch-klangvollen und vielstimmigen Sound aus seinem DJ-Pult als multimediales Erlebnis an unterschiedlichen Orten und Plätzen in St. Pölten auf die Bühne.


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